Archiv für Oktober, 2009

Mannin am Steuer

Was mich in letzter Zeit öfter berührt sind “neue” Autofahrer. Allein bei diesem Satz habe ich meine Zweifel, was politisch korrekt wäre. Hätte ich lieber schreiben sollen: Was mich in letzter Zeit öfter berührt sind “neue” Autofahrerinnen? Das Dilemma dabei ist: Ich möchte nicht so direkt auf Frauen ansprechen (darf es vielleicht auch nicht), aber ich meine Frauen (also gibt es die gewünschte Form mit “innen”.) Schwierig.
Na zum Glück berühren sie mich nicht direkt (gut gemacht mit dem “sie” oder?) sondern gedanklich.

Ich sehe immer mehr große Autos, Autos mit viel PS, beides zusammen, in denen Frauen am Steuer sitzen. Bravo! Das ist die Emanzipation, wie wir sie brauchen. Und man sieht, dass Frauen oft die gleichen Wünsche haben wie Männer (oder andersrum). Oft anders, aber gleich. Und sie leben sie jetzt aus. Und wie ihr seht, habe ich nicht geschrieben, dass sie Männern nacheifern, weil ich es nicht so meine und auch nicht so meinen dürfte. Nein, sie leben sich selbst.

Jetzt schreib ich aber, dass sie in einem Punkt die Männer nicht nachmachen sollten. Und das sind die beschissenen Macken: Sinnlos Drängeln, sinnlos Fahren, unsozial Fahren, andere behindern (gut, das ist alt.) Das kotzt mich an, wenn ich Verkehr vor mir habe, weder links noch rechts vorbeikomme und mich dann ein Auto hinten nervt, mit Auffahren, links und rechts schauen, vielleicht noch blinken? Was soll das? Das zeugt von wenig. Ehrlich. Das ist ganz arm. Oder wenn ich auf einer Auffahrt bin, vor mir ein Auto auch auf die Autobahn will, der Verkehr sehr eng ist und man so gleichzeitig mit dem Vordermannin auf die Bahn fährt. Dass es da etwas dicht zugeht, liegt in der Sache der Natur. Dass die Vordermannin dann aber sinnlos auf die Klötzer drückt ist arm, ganz arm. Denn es passierte mit böser Absicht. Noch ärmer ist, wenn man dann vor der Mannin ist und die anfängt mit Drängeln und sogar lichthupt? Mann glaubt, man ist im falschen Film. Oder wenn es zwei Spuren gibt, eine für gerade aus, die andere für Rechtsabbieger. Ja, hier gibt es mehr Rechtsabbieger an dieser Ampel an der Abfahrt Fürth/Poppenreuth Richtung Nürnberg. Deswegen stelle ich mich trotzdem hinten an und fahre nicht links vorbei um mich dann vorne reinzudrängeln. Ganz arm. Ehrlich. Das zeugt von wenig.

Das alles verschlechtert nur das Bild, reizt, bringt Aggressionen hervor. Wenn man rast, dann bitte so, dass man niemanden stört.

Danke.

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