Wasser sinkt.
Man stelle sich ein Rohr vor. Dieses steht senkrecht (also vertikal) und ist, wie ein Rohr nun mal ist, inne Hohl. Definieren wir nun, damit wir besser verstehen, wo was ist, Himmelsrichtungen in das Rohr. Wir nehmen den Querschnitt des Rohres her, sägen praktisch einmal waagerecht (horizontal) durch das Rohr. Eine Seite soll der Norden sein. Die gegenüberliegende der Süden. Das gleiche machen wir mit Osten und Westen. Lassen wir nun am Norden einen Tropfen Wasser in dem Rohr innen drin runter laufen. Schön was? (Wer sich das Rohr als Stahlrohr oder so vorgestellt hat, wo man nicht durchschauen kann und nun keinen Tropfen hinunterlaufen sieht, der soll sich doch so wie ich ein Rohr aus Glas vorstellen.) Nun lassen wir nicht nur einen Tropfen hinunterlaufen sondern einen Rinnsaal. Der fließt die ganze Zeit dahinein. Nun soll noch einer im Süden nach unten rinnen. Im Osten und Westen auch. Dann im Nordosten, Südosten, Nordwesten und Südwesten. Dann noch Nordnordost, Nordostost usw. Dann Nordnordnordost, Nordostostost usw. Wem aufgefallen ist, dass zwei Konstrukte in der Art Nordnordostnordost fehlen, um eine Einheitlichkeit zu wahren, ist sehr gut. Wir spinnen das nun solange weiter, bis am gesamten Rand ein Fall aus Wasser am Rohr innen runter fließt.
Das Rohr soll nun unten geschlossen sein, so dass sich das Rohr langsam füllt. Die ganze Zeit sinkt das Wasser einfach nur nach unten. Nun machen wir den Wasserfluss immer breiter, solange bis sich die Wassermassen fast in der Mitte treffen. Nein, sie treffen sich jetzt. Zumindest soweit es die Physik erlaubt. Denn wo einwas ist, ganz nicht etwas anderes sein. Und Luft ist ja noch in dem Rohr. Also teilen sie die Wassermassen und fließen am Rand neben der Luft nach unten.
Manch einer sagt dann dazu, dass Blasen aufsteigen. Tja, leider fließt einfach nur das Wasser nach unten.


